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FREE NRW ist die Initiative der IG Klettern in Nordrhein-Westfalen und des Bundesverbandes IG Klettern zur Wiederöffnung der gesperrten Klettergebiete in Nordrhein-Westfalen sowie zur Öffnung und Erschließung neuer Klettergebiete.
Als Archiv über die Ereignisse der vergangenen Jahre bleibt die Homepage der Aktion FREE NRW für Interessierte weiterhin bestehen.
Aktuelle Ereignisse und Informationen zur Situation des Klettersports in NRW findet Ihr nun auf unseren Internetseiten.
AKTIONSTAG "FREE NRW" der IG KLETTERN in Olsberg-Bruchhausen, Sauerland
(PRESSE-INFORMATION der IG KLETTERN)
Unter dem Motto "FREE NRW - natürlich Klettern, Klettern natürlich" veranstaltete der Bundesverband IG Klettern und die IG Klettern Sauerland am 20. Oktober 2001 einen Aktionstag in Olsberg-Bruchhausen, im Sauerland.
Eine große Zahl von Kletterern aus Nordrhein-Westfalen und dem gesamten Bundesgebiet versammelte sich in der Kur- und Konzerthalle von Olsberg, um gegen die umfangreichen Klettergebietssperrungen und die Naturschutzpolitik in Nordrhein-Westfalen zu protestieren.
In seiner Begrüßungsansprache stellte der Bundessprecher der IG Klettern, Joachim Fischer, heraus, dass in NRW alle für den Klettersport bedeutenden Felsen und Klettergebiete in den letzten 15 Jahren gesperrt wurden. Lediglich an Felsen, die sich auf Privatgrund befinden, könne noch geklettert werden. Aus allen anderen Klettergebieten des Landes seien die Kletterer nahezu vollständig ausgesperrt worden. Nirgendwo im gesamten Bundesgebiet gibt es derart umfangreiche und restriktive Kletterverbote wie in NRW.
Fischer führte aus, daß der Aktionstag notwendig wurde, da die Verhandlungen mit den Naturschützern und zuständigen Behörden seit Ende der 90er Jahre festgefahren sind und sich seither nicht mehr das geringste getan hat. Die von den Klettertsportverbänden erarbeiteten Konzeptionen für eine naturverträgliche Ausübung des Klettersports wurden bei den Verhandlungen überhaupt nicht berücksichtigt sondern schlichtweg von den Entscheidungsträgern und insbesondere den Vertretern des privaten Naturschutzes ignoriert. Daher hätten die Kletterer im wahrsten Sinne des Wortes "die Schnauze voll". Der momentane Zustand sei für den Klettersport unerträglich und die Kletterer daher in keiner Weise gewillt diesen länger hinzunehmen. Abschließend versprach Fischer: "Wir werden um unsere Klettergebiete kämpfen!", "Wir werden uns in NRW nicht unterbuttern und aus der Natur aussperren lassen!".
Unterstützt werden die Forderungen der IG Klettern von der Fraktion der FDP, welche bereits im Vorfeld der Veranstaltung einen entsprechenden Antrag im Landtag eingebracht hatte. Frau Ingrid Pieper-von Heiden (MdL), sportpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion unterstrich in ihrer Rede, dass die Sperrung der nordrhein-westfälischen Klettergebiete zu einer Verdrängung der Klettersportler in die anderen Bundesländer und das benachbarte Ausland, insbesondere nach Belgien und Luxemburg geführt hat. Dadurch würden nicht nur die dort für den Klettersport existierenden, einvernehmlich festgelegten Vereinbarungen und Regelungen gefährdet, sondern Klettern wurde somit auch zu einer Variante des Motorsports - mit allen negativen Auswirkungen für die Umwelt. Diese Entwicklung ist völlig absurd und kann in Anbetracht verkehrspolitischer Probleme und des Bestrebens nach nachhaltiger Umweltpolitik so nicht gewollt sein.
Rainer Schmeltzer von der SPD-Landtagsfraktion versprach, die Thematik mit dem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen eingehend zu erläutern und dabei darauf hinzuwirken, dass nordrhein-westfälische Kletterer wieder mehr Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports in der Natur bekommen. Diesen Worten konnten sich Dr. Carl Bellinger, Vorsitzender des DAV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, und Heinz Rinus, Vorsitzender der DAV-Sektion Essen nur anschließen.
Nach der vorgesehenen Podiumsdiskussion, bei der auch die Teilnehmer des Aktionstages mit Nachdruck eine deutliche Verbesserung der für den Klettersport prekären Situation forderten, fuhren, unter Leitung des Stiftungspräsidenten der Bruchhauser Steine, dem Baron Freiherr von Fürstenberg, die Teilnehmer geschlossen zu den Bruchhauser Steinen am Istenberg. Diese waren bis zur Vollsperrung Anfang der 90er Jahre ein überregional bedeutendes Klettergebiet, dessen Felsen mit bis zu über 90 Meter Wandhöhe die höchsten in ganz Norddeutschland darstellen. Paul Steinacker von der IG Klettern Sauerland erläuterte dort den Teilnehmern die Inhalte der von den Kletterverbänden für dieses Gebiet erarbeiteten Kletterkonzeption. Diese sieht vor, den Klettersport auf die unsensiblen, an Pflanzen armen Felsflächen zu begrenzen und somit ca. 80 % der gesamten Felsfläche dem Naturschutz zu überlassen, wodurch an den Bruchhauser Steinen ein naturverträgliches Klettern problemlos möglich wäre.

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